Spotlight: Teacup Analytics

Reporting ist ein bedeutendes Kernelement des heutigen Online Marketings. Auch wer nichts mit Traffic, Conversions und Co. zu tun hat, kann Website Analysen nicht mehr ignorieren, dazu ist der Online Bereich zu wichtig geworden. Daher gibt es auch eine entsprechend große Auswahl an Reporting und Analyse Tools auf dem Markt. Das wohl mit Abstand bekannteste, Google Analytics, ist ein großartiges Tool, aber doch an vielen Stellen sehr komplex. Abhilfe verspricht eine neue und innovative Platform auf dem Markt, Teacup Analytics. Die von Dean Levitt gegründete Firma fokussiert sich darauf, ihren Kunden mit nur ein paar Klicks besonders einfache und zielgerichtete Analysen zu liefern. Alles ohne großen Aufwand, ohne besondere Kenntnisse oder irgendwelche technischen Integrationen. Klingt soweit erst einmal sehr vielversprechend.

Produktfokus

Teacup Analytics ist ein übersichtliches und einfach zu bedienendes Website Daten Analyse Tool. Vermutlich kommt daher auch der Name, denn Tee machen kann ja jeder (?). Die Daten werden ganz einfach aus Google Analytics importiert und somit ist i.d.R. kein zusätzlicher technischer Aufwand notwendig um die Platform anzubinden und loszulegen. Die Integration ist kinderleicht. Man meldet sich lediglich mit seinem Google Konto an, wählt die gewünschte Property aus, und schon kann man loslegen:

Beispiel der Teacup Google Integration
Auswahl der Property bei der Google Integration

Zum Start gibt es eine bereits vorhandene Sammlung an Standard Reports, die dem Nutzer schnell und einfach sinnvolle Daten liefert. Die Besonderheit von Teacup liegt in dem simplen Aufbau und der  benutzerfreundlichen Bedienung. Wer auf der Suche nach komplexen Datenanalysen ist oder versuchen will dieses Tool für einen Multinational Konzern einzusetzen ist vermutlich mit anderen Lösungen besser aufgehoben. Für den Normalverbraucher und eher unerfahrenen Nutzer, liefert dieses Tool eine großartige Möglichkeit, gängige Fragen des Website Traffic beantworten zu bekommen. Während die meisten Tools den Nutzer mit all den KPIs alleine lassen, gibt es bei Teacup jeden Report in Form einer Frage gestellt. Als Beispiel der Standard Report für jeden neuen Nutzer: „Wo kam letzte Woche der Traffic her?“ Kaum hat man den Report an sein Dashboard angefügt, schon zaubert Teacup die Antwort in einem aufgeräumten Layout dass auch meine Mutti verstehen würde (Wenn Sie einen Computer bedienen könnte):

Teacup Report - Traffic from last week
Screenshot eines Reports des Traffics von letzter Woche

Hier noch ein schönes Beispiel, wie einfach es ist einen der Standard Reports aus dem vorgefertigten Repertoire auszuwählen:

Teacup Reporting Library
Beispiele der Teacup Standard Reports

 

Zielgruppe

Teacup hat sich bisher auf zwei Zielgruppen festgelegt. Zum einen hat man sich in dem jungen Start Up das Ziel gesetzt, das Leben für kleine bis mittelgroße Unternehmen leichter zu machen. Dabei werden in den Reports häufige Fragen über den Website Traffic mit ein paar Klicks beantwortet. Der Fokus liegt hier wie eingangs erwähnt, auf eher unerfahrenen Benutzern, welche über keinen großen Background an Online Marketing Know How verfügen. Darüber hinaus wird der Traffic über ein eigens entwickeltes System neu strukturiert, um die KPIs noch übersichtlicher zuordnen zu können. Somit hilft Teacup seinen Benutzern dabei, wie man zwischen gutem und schlechtem Traffic unterscheiden kann.

Die zweite Zielgruppe für welche Teacup spannend sein könnte sind Agenturen, besonders jene, welche Reporting und Analytics in ihrem Produktportfolio anbieten. Diesen hilft Teacup dabei, die benötigten Reports zu erstellen und automatisiert zu versenden. Dadurch können Agenturen sich viel an Zeit einsparen und Teile ihrer operativen Prozesse effizienter gestalten. Die Kunden wiederum bekommen die benötigten Berichte zuverlässig per Email in den Posteingang geliefert und sind zufrieden.

Kosten

Das Preismodell wurde wie die Reports auch, sehr einfach gestaltet. Es gibt für jeden Benutzer eine kostenfreie Version für bis zu 3 Reports. Diese wird nach Aussagen des Unternehmens auch für immer existieren. Sämtliche Verträge laufen auf monatlicher Basis und haben keine minimum Vertragsdauer.

Die Teacup Pro Version für kleine- und mittelgroße Unternehmen kostet 10$ pro Monat und bietet eine unbegrenzte Anzahl an Reports.

Für Agenturen, welche den Service an Ihre Kunden weitertragen möchten, stellt Teacup eine Technologie Gebühr i.H.v. 89$ pro Monat in Rechnung. Darin enthalten ist das automatisierte Versenden von Reports an Email Adressen sowie ein White-label Backend damit sich Kunden einloggen können.

Fazit

Teacup wurde speziell für die weniger erfahrenen Kunden entwickelt und bietet hier großartige Vorteile. Die stärksten Punkte sind definitiv die von Analysten entwickelten Reports, welche alle Standard Szenarien eines normalen Unternehmens abdecken. Durch die ebenso eigens entwickelte Segmentierung hilft Teacup außerdem dabei, den Traffic besser zu strukturieren und die Fragen der Unternehmensinhaber mit nur wenigen Klicks zu beantworten. Das „Grading System“ zeigt den Usern außerdem welche Teile der Website gut performen und welche Landing Page z.B. eher Nachholbedarf hat. Zudem gibt es diverse hilfreiche Features wie z.B. Kommentare zu Reports hinzuzufügen etc. Wer seine Situation hier beschrieben sieht, für den ist diese schön anzuschauende Platform nur zu empfehlen. Wer auf der Suche nach individuellen Reports ist, sollte sich besser weiter umschauen. Stand heute (April 2017) werden nur die vorgefertigten Reports angeboten, welche zwar die standard Szenarien abdecken aber nicht anpassbar sind.

Zum Thema Roadmap hält sich jedes Unternehmen natürlich sehr bedeckt aber wir können uns im April noch auf ein komplett neues Design der Teetassen freuen. Wer direkt loslegen möchte, kann sich hier registrieren und direkt den ersten kostenlosen Report über den Traffic der letzte Woche anschauen.

Effiziente Tools die einem das Leben leichter machen begeistern mich einfach. Schöne übersichtliche UIs und großartige Features gehören einfach zu jedem SaaS Tool. Da viele Firmen mit den Vergleichen der verschiedenen Anbieter Probleme haben, kam mir irgendwann der Gedanke SaaS Pool zu gründen, und somit eine einheitliche und deutschsprachige Vergleichsplattform zu schaffen.

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